histaminintoleranz symptome thumbnail

Was sind die Histaminintoleranz Symptome?

Kopfschmerzen, Hautprobleme, Verdauungsbeschwerden oder sogar Stimmungsschwankungen – die Histaminintoleranz Symptome sind vielfältig. Hier finden Sie deshalb eine umfangreiche Liste sowie viele wichtige Infos für Betroffene. Außerdem haben wir weiter unten eine Umfrage für Sie bereitgestellt, sodass Sie Ihre Symptome mit denen anderer Betroffener vergleichen können.

Mögliche Symptome bei Histaminintoleranz

histaminintoleranz symptome thumbnail
Welche Beschwerden treten bei einer Histaminunverträglichkeit auf?

Bei Betroffenen der Histaminintoleranz löst Histamin aus der Nahrung Symptome aus. Diese können bei dem einen vor allem den Magen-Darmtrakt betreffen, beim anderen äußern sich die Histaminintoleranz Symptome eher in Hautprobleme, Kopfschmerzen und Atemwege.

Im Allgemeinen ähneln die Symptome einer Histaminintoleranz denen einer Allergie, denn bei einer Allergie wird ebenfalls Histamin ausgeschüttet. Manchmal wird die Histaminintoleranz daher auch als eine „Pseudoallergie“ bezeichnet.

Folgende Symptome werden häufig bei Histaminintoleranz berichtet. Weiter unten werden diese dann noch detaillierter beschrieben.

Verdauungsbeschwerden

Die Symptome einer Histaminintoleranz äußern sich häufig in Verdauungsbeschwerden. Folgende Verdauungssymptome werden von Betroffenen berichtet:

  • Übelkeit
  • Aufstoßen
  • Sodbrennen (saures Aufstoßen)
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Blähungen
  • Blähbauch
  • Bauchschmerzen
  • Bauchkrämpfe
  • Magenkrämpfe
  • Verstopfung
  • Völlegefühl

Kreislaufsystem

Histamin wirkt gefäßerweiternd und kann dementsprechend zahlreiche Symptome in unserem Kreislaufsystem verursachen. Klassische Beschwerden durch Histamin im Kreislaufsystem sind z.B.:

  • Hitzegefühl, Hitzewallungen
  • Rötungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzrasen
  • Schwindel
  • Kreislaufprobleme
  • Blutdruckveränderungen

Haut

Klassisch für die Histaminintoleranz sind auch Symptome der Haut, weshalb die Histaminose manchmal mit einer Allergie verwechselt wird. Zu den klassischen Symptomen einer Histaminintoleranz auf der Haut zählen verschiedenste Hautreaktionen wie:

  • Nesselsucht, Uritikaria
  • Quaddeln
  • Juckreiz
  • Ausschläge
  • Rötungen
  • Flush
  • Schwellungen

Das biogene Amin Histamin wird häufig mit einer Nesselsucht assoziiert, welche sich in Symptome wie Quaddeln, Schwellungen und Rötungen zeigt. So erhöht Histamin beispielsweise die Durchlässigkeit von Blutgefäßen in unserer Haut und kann daher zu einer verstärkten Bildung von Quaddeln beitragen. 

In Studien sah man sogar, dass eine histaminarme Ernährungsweise bei fast 60 % der Menschen zu einer Verbesserung von Nesselsucht-Symptome führt.

Befinden

Einige Betroffene berichten auch von Symptomen, die Psyche & Wohlbefinden betreffen. Berichtet wird von Müdigkeit, Erschöpfung, Schwächegefühl, Schlafproblemen bis hin zu Unruhe, Nervosität, Stimmungsschwankungen und Konzentrationsproblemen.

In Studien sah man auch, dass die N-Methyl-Transferase (ein histaminabbauendes Enzym) eine Rolle bei der Regulation von Aggression und den Schlaf-Wach-Rhytmus spielen kann.

Daher die gelisteten Symptome einer Reihe von Ursachen haben können, ist eine individuelle Abklärung mit einem Arzt empfehlenswert.  

Kopfschmerzen und Migräne

Kopfschmerzen – dafür ist die Histaminintoleranz bekannt!

Betroffene mit Histaminintoleranz leiden sehr regelmäßig unter Kopfschmerzen und Migräne. Möglicherweise lassen sich mit diesem Wissen auch die Kopfschmerzen nach alkoholischen Getränken, die viele Betroffene plagen, erklären. Schließlich ist Alkohol bei Histaminintoleranz in der Regel unverträglich.

Migräne ist eine Erkrankung, welche rund jeden 10-ten in unseren Breitengraden betrifft. Die Symptome können auch durch Histamin ausgelöst werden, speziell wenn die Symptome nach histaminreichen Lebensmittel auftreten.

In Studien fand man eine Verbesserung von Kopfschmerzen bei 64% der Menschen, wenn Sie einer histaminfreien Diät folgten!

Atembeschwerden

Histaminintoleranz als Ursache hinter Asthma?

Betroffene der Histaminintoleranz berichten auch regelmäßig von Symptomen wie Atembeschwerden, Räuspern, chronischer Schnupfen, Nasenfluss, Reizhusten und eine laufende Nase. 

In Studien sah man zudem bei rund 80% der Menschen eine Verbesserung von Asthma bronchiale, wenn einer histaminfreien Ernährungsweise gefolgt wurde.

Weitere mögliche Symptome bei Histaminintoleranz

Weitere Symptome, die von Betroffenen genannt werden, umfassen Reisekrankheit, Schweißausbrüche, wässrige Augen, Sonnenallergie & anaphylaktischer Schock. Daher es viele Ursachen für die genannten Symptome geben kann, ist bei Vorhandensein der Symptome eine Abklärung mit einem Arzt empfehlenswert.


Welche Symptome beeinträchtigen Sie am meisten?

Um diese Frage zu beantworten, haben wir eine Umfrage gestartet! Nach dem Abstimmen sehen Sie die Ergebnisse!

Welche Histaminintoleranz Symptome beeinträchtigen Sie am meisten?

Wie entstehen Histaminintoleranz Symptome überhaupt?

Die Ursache für Symptome bei der Histaminintoleranz liegt an einem Mangel an dem histaminabbauenden Enzym Diaminoxidase (DAO) oder einen Überschuss von Histamin. So gibt es folgende Gründe für eine Histaminintoleranz:

  • zu wenig DAO
  • ein Zuviel an Histamin
  • zu wenig DAO und zu viel Histamin

Die Diaminoxidase wirkt bereits in unserem Verdauungstrakt beim Abbau von Histamin während das Enzym N-Methyl-Transferase in der Leber wirkt. Kann Histamin also aufgrund eines Mangels an DAO oder ein zu viel an Histamin nicht von DAO abgebaut werden, so gelangt das Histamin in unserem Blutkreislauf, wo es in den verschiedensten Körperbereichen gelangt und dort die charakteristischen Symptome auslöst. Je nach Aktivität des Enzym N-Methyl-Transferase wird das Histamin aber dann auch mit der Zeit abgebaut.

Neben Histamin aus der Nahrung führen aber auch sogenannte Histaminliberatoren zu Histaminintoleranz Symptome. Histaminliberatoren sind nicht nur Nahrungsmittel wie u.a. Kakao, Tomaten, Banane, Alkohol und verschiedenste Zusatzstoffe, auch Stress, übermäßige Hitze, Kälte, Verbrennungen und Gifte wirken als Liberatoren. Diese wiederum lösen körpereigenes Histamin aus den Mastzellen. Menschen, die mehr auf Histaminliberatoren reagieren als auf histaminreiche Nahrungsmittel haben in der Regel eher einen Mangel an N-Methyl-Transferase, während Personen, die besonders auf histaminreiche Nahrungsmittel reagieren eher einen Mangel an DAO haben.

Wann treten Histaminintoleranz Symptome auf?

Die ersten Symptome treten bei Histaminintoleranz in der Regel nach frühestens 10 Minuten und spätestens 3 Stunden auf. Sind die ersten leichten Symptome einmal da, kommen manchmal in den nächsten Minuten weitere Beschwerden dazu.

Wenn flüssige histaminreiche Nahrung wie beispielsweise Wein getrunken wird, können die Symptome bereits recht früh auftreten, während die Symptome bei Speisen, die lange im Verdauungstrakt bleiben z.B. bei Käse länger dauern.

Sind die Symptome einmal da, so sollten Sie innerhalb der nächsten 12 Stunden langsam abklingen, manchmal kann das aber sogar mehrere Tage daueren.

Für gewöhnlich treten Histaminintoleranz Symptome dann auf, wenn der Körper von zu viel Histamin überströmt wird. Da es nicht ausreichend abgebaut werden konnte, kommt es an den unterschiedlichsten Stellen des Körpers zu Beschwerden. Dieses Histamin muss aber nicht zwingend aus der Nahrung stammen, sondern kann wie bereits oben erwähnt auch aus Histaminliberatoren stammen.

Gefährlich wird es besonders dann, wenn gleichzeitig unser körpereigener Abbaumechanismus für histaminreiche Lebensmittel durch Stoffe wie beispielsweise Alkohol oder auch gewissen Medikamenten blockiert wird und somit über die Nahrung aufgenommenes Histamin nur sehr schwer abgebaut werden kann.

Histaminintoleranz und Stress

Stress ist ein sogenannter Histaminliberator, das bedeutet Stress führt dazu, dass körpereignees Histamin aus den Mastzellen ausgeschüttet wird, weshalb es bei einer Histaminintoleranz besonders bei vielen Betroffenen der Histaminintoleranz alleine durch zu viel Stress zu Symptome kommen kann.

Symptome in der Sonne

Führt die Sonne zu verstärkten Symptome bei Histaminintoleranz?

Menschen mit Histaminintoleranz erleben häufig auch verstärkte Symptome in der Sonne. So geht man davon aus, dass die Sonnne eine verstärkte Histaminproduktion in unseren Mastzellen fördert. Besonders von vestärkten Hautrötungen und Ausschlägen in der Sonne wird bei Histaminintoleranz berichtet. Wo das zwar bei jedem Menschen bei zu viel Sonne vorkommen kann, sind Betroffene der Histaminunverträglichkeit dafür besonders anfällig.

Es wird daher empfohlen direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden und im Idealfall ein geeignetes Sonnnenschutzmittel anzuwenden. „Geeignet“ deshalb, da manche Kosmetikprodukte sich ebenfalls bei Histaminintoleranz zumindest bei einigen Betroffenen negativ auswirken sollen.

Linderung der Histaminintoleranz Symptome

Alles gut und schön. Was nutzt es denn einen genau die ganzen Histaminintoleranz Symptome zu wissen, wenn man nicht weiß wie man sie lindern kann.

Aber kein Problem! Hier haben wir für Sie die besten Tipps zur Linderung von Symptome bei Histaminintoleranz.

Schweregrad der Symptome

Je nach Person variiert bei Histaminintoleranz die Schwere der Symptome sehr. Betroffene einer leichten Unverträglichkeit reagieren manchmal gar nicht auf histaminreicher Nahrung oder nur dann, wenn sie z.B. gleichzeitig DAO-Hemmer und Histaminliberatoren zu sich nehmen. Andere Betroffene berichten von starken Symptomen.

Welche Symptome haben Sie bei Histaminintoleranz?

Auch wenn die typischen Histaminintoleranz Symptome ähnlich zu Ihren Beschwerden erscheinen könnten, sollten Sie beachten, dass die Symptome der Histaminintoleranz relativ unspezifisch sind und es somit vielerlei Ursachen dafür geben kann. Eine Diagnose kann somit nur ein Arzt geben.

Die Histaminintoleranz Symptome nehmen oft auch sehr unterschiedliche Ausmaße an. Wo manche Menschen mit einer Histaminose vielleicht nur unter sehr schwachen Symptomen leiden so kann es im Ernstfall auch zu einem sehr gefährlichen anaphylaktischen Schock kommen.

Welche Symptome haben Sie bei Histaminintoleranz? Gerne können Sie dazu ein Kommentar hinterlassen!

10 Kommentare

  1. Hallo,
    eine gute Seite! Vielen Dank dafür.
    Ich bekomme nach dem Verzehr histaminhaltiger Lebensmittel Muskelzuckungen in den Beinen, die von der Symptomatik her ein Restless-Legs-Syndrom sind. Bei mir treten die Muskelzuckungen aber ausschließlich durch Histamin bedingt auf: Besonders Rotwein, Tomaten, Pizza und gereifter Käse führen zu Zuckungen, die mir den Schlaf rauben.
    Viele Grüße
    Bernd Patczowsky

      1. Nein, ich kann inzwischen genau sagen, nach welchem Essen ich die Probleme bekomme. Ernähre ich mich histminarm, dann ist alles ok. Und vor allem: eine Tablette eines Anitihistaminikums reicht (Cetirizin oder Loratandin) und ich habe keine Symptome.
        Wer Zweifel hat, kann eine Histaminintoleranz auch beim Arzt abklären lassen. Die Tests sind aber nicht hundertprozentig genau. Für mich ist die beste Methode, es mal mit einem Anthistaminikum zu probieren und zu schauen, ob die Symptome verschwinden oder sich verbessern.

  2. Ein wirklich guter Artikel was den Inhalt angeht. Schade, dass nach nahezu jedem Satz ein „!“ steht, was jegliche Seriosität untergräbt.

  3. Die Symptome änderten sich bei mir über die Jahrzehnte. Mal standen die einen Beschwerden im Vordergrund mal die anderen. Aktuell sind es vor allem Arrhythmien. Vielleicht ist aber auch meine Wahrnehmung verändert und ich merke heute schneller, was zu HI gehört und was nicht.
    Erste Symptome sind bei mir:
    * Ohrensaussen/ – klingeln. Je Diller, desto mehr das HI-Problem, das folgt.
    * Jucken in den Ohren. Wobei ich das vor allem mit Heuschnupfen in Verbindung bringe.

    Danke für die Seite, spannend, auch wenn man schon viel gelernt hat über die Jahre.

    1. Jucken in den Ohren habe ich mit Kreuzallergie Pollen / Nahrungsmittel in Verbindung gebracht, spannend zu lesen, dass dies ebenfalls mit Histamin zusammen hängen kann.
      Meine Symptome haben sich auch über die Jahre verändert, trotzdem fühle ich mich momentan sehr allein gelassen, die ärztliche Betreuung hat sich in den letzten 10-15 Jahren sehr verändert, man ist nur noch ein Faktor zum Geldverdienen – dieses Gefühl habe ich oft. Eine wahre Ursachenforschung bei totaler Beeinträchtigung der Lebensqualität lässt sehr zu wünschen übrig! Man ist völlig alleingelassen von einigen Ärzten.

  4. Habe selbst seit Jahrzehnten schlimme Magenprobleme immer direkt nach dem Essen sofort einen Blähbauch. Dazu chronisch Reflux etc. Ich habe vieles ausprobiert aber an Histamin habe ich bisher nicht als Ursache gedacht , weil die “ typischen“ Symptome wie z.B. Flush, Kopfschmerzen , Juckreiz etc. bei mir nicht auftraten. Vor kurzem aber habe ich mir eine meiner Lieblingsspeisen zubereitet: Spaghetti mit Thunfisch-Tomatensosse – und beim Essen fing meine Nase an zu laufen, obwohl ich nicht erkältrt bin , und ich hatte natürlich auch wieder diesen schlimmen Blähbauch! Also , wahrscheinlich liegt es tatsächlich am Histamin. Ich habe jetzt auch auf Kaffee verzichtet ,was mir sehr schwer fällt und meide histaminhaltige Lebensmittel – und es scheint tatsächlich besser zu werden. Ich werde das mal beobachten und ggg. berichten .

  5. Bei mir steht auf Grund von Nesselsucht, Schleimhautreizungen bis hin zu heftigen Entzündungen eine Histaminintoleranz als Verdachtsdiagnose auch als Reaktion auf verschiedene Nahrungsmittel. Bei mir ist Neurodermitis, Pollen- und Kreuzallergien sowie allergisches Asthma schon diagnostiziert.
    Jetzt ist es sehr schwierig herauszufinden, welche Nahrungsmittel mir nun Probleme bereiten. Meine Frage, mit welchem Test kann ich 100 %-ig sicher sein, eine Histaminintoleranz zu haben.
    Da bin ich jetzt sehr gespannt – habe im Juli 2021 einen Termin in der Allergologie.
    Danke für Eure Rückmeldungen

  6. Hallo Birgit,
    du fragst nach einem Test und ich denke, dass dir kein Test wirklich weiterhelfen wird. Drei Möglichkeiten sind meiner Meinung nach erfolgsversprechend:
    1. Wenn du Symptome hast, nimm ein Antihistaminikum (Cetirizin oder Loratandin). Wenn die Symptome besser werden oder gar verschwinden, dann ist die Sache ziemlich klar. Ich nehme teilweise auch schon kurz vor dem Essen ein Antihistaminikum, damit die Symptome erst garnicht auftreten.
    2. Wenn auf diese Weise klar geworden ist, dass du unter einer Histaminintoleranz leidest, dann hilft vielleicht auch DAOSIN vor dem Essen zu nehmen. Das wirkt bei mir allerdings nur sehr begrenzt.
    3. Um herauszufinden, welche Nahrungsmittel dir Probleme bereiten, ist das Führen eines Ernährungstagebuchs die beste Möglichkeit.
    Den besten Überblick über histaminhaltige Lebensmittel bietet https://www.mastzellaktivierung.info/downloads/foodlist/11_FoodList_DE_alphabetisch_mitKat.pdf
    Ich selbst habe einen Übersichtsartikel geschrieben: https://www.ploetzlich-sonne.de/files/histamin.pdf
    Viele Grüße
    Bernd

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.