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Histaminintoleranz heilen oder lindern – So erfolgt die Therapie

Viele Patienten mit einer Histaminintoleranz stellen sich die Frage: Kann man Histaminintoleranz heilen? Die Antwort: Eigentlich ist die Histaminose keine Krankheit und somit kann man sie auch nicht direkt heilen. Es handelt sich um eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, mit der viele Patienten ihr Leben lang leben müssen. Dennoch gibt es Möglichkeiten, die Symptome zu erleichtern und den Körper bei seiner Verdauung und beim Histaminabbau zu unterstützen. Einzelnen Erfahrungen zufolge erscheint die Histaminintoleranz außerdem sehr wohl als heilbar. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen gerne 9 Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie Ihre Histaminintoleranz heilen oder Beschwerden lindern können.

#1-Karenzphase, Testphase und längerfristige Ernährung

So wie auch bei anderen Nahrungsmittelunverträglichkeiten besteht der erste Schritt um eine Histaminintoleranz heilen oder behandeln zu können meistens aus einer Karenzphase, Testphase und langfristigen Ernährung. In der Karenzphase werden histaminhaltige Lebensmittel sowie Histaminliberatoren vermieden mit dem Ziel, eine Symptomfreiheit zu erreichen. Sollte dies nicht gelingen sollte man auch andere Unverträglichkeiten bzw. Erkrankungen in Betracht ziehen. Diese Phase dauert bis zu 4 Wochen.

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Vermeiden Sie anfangs histaminreiche Lebensmittel um die Histaminintoleranz heilen oder verbessern zu können

Anschließend folgt die Testphase, bei der wieder einige leicht histaminhaltige Nahrungsmittel in Ihrem Ernährungsplan integriert werden können. Anfangs beginnt man mit einer sehr kleinen Menge eines histaminhaltigen Nahrungsmittels und kann sich dann langsam immer weiter steigern. Dadurch kann man feststellen, welche Lebensmittel verträglich sind. Nehmen Sie in der Testphase immer nur leicht bis mittelmäßig histaminhaltige Nahrungsmittel zu sich und probieren Sie keine Histaminbomben! Zu beachten ist auch die Lagerung und Reife des Produkts. So kann ein Lebensmittel, welches heute vertragen wurde, morgen unverträglich sein. Daher die Symptome bei Histaminintoleranz zeitverzögert auftreten können, ist es empfehlenswert täglich maximal ein Lebensmittel und auch nicht jeden Tag ein neues Lebensmittel auszuprobieren. Für diesen Zeitraum sollten Sie sich ausreichend Zeit nehmen, bis zu 2 Monate können durchaus sinnvoll sein.

Wenn bereits die Verträglichkeitsgrenzen bekannt sind, so kann der Patient in eine längerfristige, histaminarme Ernährung starten. Wenn man dieser folgt kann sich unser Darm gut erholen und Darmprobleme gelten als einer der Hauptursachen für Histaminintoleranz. Diese orientiert sich dann an den Nahrungsmitteln die man in der Testphase als verträglich einstufen konnte. Weiterhin ist bei Lebensmittel eine korrekte Lagerung zu beachten, da ansonsten Histamin entstehen kann. Näheres dazu finden Sie im Beitrag histaminarme Lebensmittel.

Tipp: Verwenden Sie für die Histaminintoleranz Karenzphase und Testphase ein Ernährungs- und Symptomtagebuch. Dokumentieren Sie darin am besten auch eingenommene Medikamente und möglicherweise auch den Menstruationszyklus. So können Sie / Ihr Arzt später feststellen, warum es bei Ihnen zu Symptomen gekommen ist.

Auf ähnlicher Weise lässt sich auch die Histaminintoleranz austesten. Hier finden Sie weitere Informationen zum Histaminintoleranz Test.

#2-Darm stärken

Sie wollen Ihre Histaminintoleranz heilen? Dann denken Sie unbedingt auch an Ihren Darm! In ihm wird nämlich ein bedeutender Teil unserer Diaminoxidase, das Enzym zum Abbau von Histamin gebildet. Unser Darm hat in viel mehr Bereichen unseres Körpers eine wichtige Rolle als nur für unsere Verdauung. Unter anderem spielt er eine wichtige Rolle für unsere Immunabwehr, den Stoffwechsel und auch das Gehirn.

Es ist wohl wenig verwunderlich, dass viele Menschen unter Darmproblemen leiden. Schon alleine unsere heutige Ernährung, bestehend aus vielen ungesunden Fettsäuren, Weißmehl, Zucker, Schadstoffe wie Pestizide, Zusatzstoffe und Medikamente wie Antibiotika kann unseren Darm schaden. Speziell nach Antibiotikatherapien wird häufig über Darmstörungen berichtet. Ich bin nahezu davon überzeugt, dass man (zumindest) in einigen Fällen über eine Wiederherstellung einer gesunden Darmflora eine Histaminintoleranz heilen oder wenigstens verbessern kann. Ein erster Schritt, die Darmgesundheit über die Ernährung zu verbessern erfolgt indem man zu mehr Obst & Gemüse, gesunden Kohlenhydratquellen (Vollkorn, Kartoffel, verträglichen Hülsenfrüchten), gesunden Fettsäuren (z.B. Omega 3) greift und auch ausreichend Eiweiß verzehrt.

Wenn Sie auf natürlichem Wege Ihre Histaminintoleranz heilen oder zumindest lindern wollen, bietet sich eine Darmsanierung an. Unter diesem Link erfahren Sie wie Sie eine Histaminintoleranz Darmsanierung oder Darmreinigung durchführen können.

#3-Histaminintoleranz heilen mit Vitaminen

Wenn Sie Ihre Histaminintoleranz heilen oder besser gesagt lindern wollen, könnten auch manche Vitamine oder Mineralstoffe helfen, denn oft liegt bei einer Histaminintoleranz auch ein Mangel an Mikronährstoffen vor. Um eine Histaminintoleranz heilen oder verbessern zu können, kann zum Beispiel Vitamin C helfen, da es wichtig für den Histaminabbau ist. Vitamin B6 gilt als Coenzym und Kupfer als ein Bestandteil der Diaminoxidase, also des Enzyms zum Abbau von Histamin.

Vitamin C

Menschen können im Gegensatz zu den meisten anderen Tieren Vitamin C nicht im Körper herstellen. Dennoch ist das Vitamin, das auch unter den Namen Ascorbinsäure bekannt ist, zentral für unsere Gesundheit. Wichtige Funktionen im Körper umfassen zum Beispiel Aufgaben im Stoffwechsel, Schutz vor freien Radikalen und Produktion von Faszien (=Bindegewebe), Knochen und Zähnen.

Speziell bei Histaminintoleranz wird die Einnahme von Vitamin C empfohlen, da es heißt, dass unser Vitamin C-Spiegel mit dem Histaminabbau zusammenhängen kann. Am besten fragen Sie Ihren Arzt nach einer Blutuntersuchung betreffend Vitamin C.

Tipp: Sie können auch Vitamin C-Pulver mit Wasser und Öl anrühren und als Dressing für Ihren Salat verwenden. Vitamin C ersetzt den histaminhaltigen Essig und Sie profitieren gleichzeitig von einen säuerlichen Geschmack . Vitamin C-Pulver gibt’s übrigens hier.*

#4-Stress vermeiden

Stress, egal ob psychischer oder physischer Stress gilt als ein Histaminliberator, er bewirkt also eine Ausschüttung von Histamin in unserem Körper. Deshalb sollten Histaminintoleranz Patienten gezielt, sofern dies möglich ist, Stress vermeiden um die Histaminintoleranz Symptome zu reduzieren.

#5-Histaminintoleranz heilen-Medikamente vermeiden

Wussten Sie das gewisse Medikamente zu Histaminintoleranz Symptome führen können. Einerseits können Sie das Enzym Diaminoxidase hemmen, andererseits können Sie auch als ein Histaminliberator wirken. Folgende Medikamente oder Arzneistoffe werden häufig schlecht vertragen, wenn man diese meidet kann man in einem gewissen Rahmen die Histaminintoleranz heilen bzw. verbessern:

  • Röntgenkontrastmittel
  • Diclofenac (Diclovit, Deflamat, Voltaren)
  • Mefanaminsäure (Parkemed)
  • Morphin
  • Acetylcystein (z.B. Aeromuc)
  • Acetylsalicysäure (z.B. Aspirin)

Dies sind nur ein paar Beispiele für bekannte, schlecht verträgliche Medikamente, in der Realität gibt es einige mehr. Wenn Sie Medikamente einnehmen und Sie sich unsicher sind, ob diese vielleicht die Diaminoxidase hemmen könnten oder ein Histaminliberator sind, fragen Sie am besten Ihren Arzt! Setzen Sie aber keinesfalls wichtige Medikamente ohne Absprache mit einem Arzt ab! 

#6-Daosin®

Daosin® ist eines der bekanntesten Medizinprodukte bei Histaminintoleranz. Durch die Einnahme steigt der Gehalt an aktiver Diaminoxidase, das Enzym zum Histaminabbau in unserem Darm. Man wird zwar nicht eine Histaminintoleranz heilen können, dafür kann man mit diesem Medizinprodukt die Symptome lindern, weil das Histamin besser abgebaut werden kann. In dem Beitrag Fragen rund um Daosin® Kapseln habe ich auch Erfahrungen, Einnahmeempfehlungen sowie die genaue Wirkungsweise von Daosin® beschrieben. Die Einnahme von solchen Enzymersatzpräperaten hat jedoch den Nachteil, dass man die Kapseln im Gegensatz zu einigen Antihistaminika bereits 15 Minuten vor einer Mahlzeit schlucken sollte. Merkt man also erst im Nachhinein die Symptome durch ein unverträgliches Lebensmittel, hilft Daosin® nicht mehr.

#6-Antihistaminika

Antihistaminika sind eines der bekanntesten und effektivesten Medikamente in der Histaminintoleranz Therapie, auch wenn sie mir eher als eine kurzfristige Lösung erscheinen und keine Histaminintoleranz heilen können. Durch Antihistaminka werden die Rezeptoren blockiert, das bedeutet, das Histamin befindet sich im Körper verursacht allerdings keine Histaminintoleranz Symptome. Die Einnahme von gewissen Antihistaminika kann auch helfen, wenn man bereits Beschwerden spürt.

#7-Mastzellenstabilisatoren

Eine Möglichkeit die Histaminausschüttung zu minimieren, besteht darin Mastzellenstabilisatoren einzunehmen. Diese halten in gewissem Maße unsere Mastzellen davon ab Histamin freizusetzen. Mastzellenstabilisatoren sind wahrscheinlich ebenfalls für die meisten Menschen keine langfristige Lösung um vollständig die Histaminintoleranz heilen zu können, dennoch kann es unter Absprache mit einem Arzt durchaus sinnvoll sein, wenn man auf keinem anderem Wege die körpereigene Histaminausschüttung kontrollieren kann.

#8-Histaminintoleranz heilen nach tcm

Viele Personen, die beispielsweise mit der Schulmedizin bisher schlechte Erfahrungen gemacht haben, wechseln gerne zur Alternativmedizin wie die TCM, die traditionelle chinesische Medizin. Hier erfahren Sie also, welche Möglichkeiten es gibt, eine Histaminintoleranz heilen zu können nach Tcm.

Einerseits können Sie sich an die Ernährungsempfehlungen der TCM halten. Empfohlen wird zum Beispiel warm zu frühstücken, wenig Rohkost und Milchprodukte zu verzehren und vor allem regelmäßig zu essen. Außerdem sollten Sie auch den zu Ihnen passenden Ernährungstyp folgen.

Wenn Sie nach der TCM eine Histaminintoleranz heilen oder lindern wollen, so kann auch Akupunktur eine emfehlenswerte Maßnahme sein. Hierbei werden durch Stiche mit Nadeln an gewissen Punkten des Körpers Erkrankungen wirkungsvoll behandelt. Akupunktur ist eines der ältesten Heilmethoden überhaupt und es gibt unterschiedliche Theorien darüber, warum mithilfe von Akupunktur viele Probleme im Körper geheilt oder gelindert werden können. Eine meiner Theorien wäre, das der Körper durch den Nadelstich sozusagen verletzt wird. Wenn er diesen Stich dann heilen will, heilt er das dort liegende Problem gleich mit. Wissenschaftler vermuten außerdem, dass die Ausschüttung von Glückshormonen und schmerzlindernden Stoffen im Körper eine wichtige Rolle spielen könnte.

#9-Weitere Möglichkeiten eine Histaminintoleranz heilen zu können

Sie suchen noch nach anderen Wegen, um die Histaminose zu heilen? Vielleicht hilft Ihnen ja ein anderer Weg aus der Alternativmedizin. Wie wäre es zum Beispiel die Histaminintoleranz homöopahtisch zu behandeln? Bei dieser Behandlungsmethode werden gewisse Stoffe aus der Natur in winzigen Dosen dem Patienten gegeben. Man geht bei der Homöophatie also davon aus, sehr geringe Dosierungen dieser Stoffe würden bereits ausreichen um gewisse Erkrankungen zu behandeln. Ansonsten könnte bei manchen Personen auch Bioresonanz oder die Cranio Sacrale Therapie hilfreich sein. Natürlich sollten aber alle Möglichkeiten zur Histaminintoleranz Heilung mit einem Arzt oder anderen qualifizierten Fachpersonal besprochen werden!

 

Hinweis: Die Informationen dienen zu reinen Informationszwecken. Behandlungen oder Diagnosen sollten dennoch unter Absprache mit einem Arzt erfolgen. Die vorgestellten Behandlungsmöglichkeiten wurden mit bestem Gewissen zusammengestellt können aber trotzdem keine Heilung / Verbesserung der Symptome  garantieren. 

 

 

 

 

 

 

Was ist Histamin?

Wahrscheinlich konnten Sie auf dieser Webseite bereits einige Informationen zur Histaminintoleranz herausfinden. Die Histaminose ist ja einfach gesagt eine Unverträglichkeit auf Histamin. Was aber ist dieser Stoff und wodurch entsteht er?

Histamin-Was ist das?

Unter Histamin versteht man einen Botenstoff, welcher beim Menschen als Neurotransmitter  (Reizübertragung von Zellen zu Zellen) und als Hormon wirkt. Er entsteht aus der Aminosäure Histidin und gilt deshalb auch als ein biogenes Amin (=Abbauprodukt von Aminosäuren)

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Die meisten Weine enthalten viel Histamin

Dieser Botenstoff kann einerseits in unserem Körper, genauer gesagt in den Mastzellen, gebildet, gelagert und bei speziellen Situationen auch ausgeschüttet werden. (siehe dazu: Histaminliberatoren). Andererseits findet man den Stoff auch in den meisten Nahrungsmitteln, in vielen davon aber nur in für Histaminintoleranz-Patienten unbedenklichen Mengen.

In unserem Körper ist Histamin an vielen wichtigen Funktionen wie Abwehr von Fremdstoffen, Immunsystem und Appetit beteiligt. Des Weiteren spielt der Botenstoff eine wichtige Rolle bei Allergien.

Wenn wir zu viel des biogenen Amins in unserem Körper haben, so entstehen bei uns die typischen Histaminintoleranz Symptome wie Migräne, Magen-Darm-Problem, Hautprobleme wie etwa Rötungen und laufende Nase.

Histamin in Lebensmittel

In Lebensmitteln entsteht Histamin aus dem Abbau von Eiweißen (Aminosäuren). Wenn eiweißhaltige Lebensmittel reifen, gären oder lange bzw. schlecht gelagert werden entsteht also dieses biogene Amin. Käse, Sauerkraut und auch alkoholische Getränke wie Rotwein werden lange gegärt, deshalb sind sie sehr histaminreich. Andere Histaminbomben sind beispielsweise Tomaten, Dosenfisch, Salami, Räucherschinken Kakao, Innerein, eingelegte Oliven oder auch Pizza. Hier finden Sie eine übersichtliche histaminfreie und histaminarme Lebensmittel Liste.

Was essen bei Histaminintoleranz? Histaminfreie und histaminarme Lebensmittel

Leiden Sie unter einer Histaminintoleranz und suchen Sie verträgliche histaminarme Lebensmittel? Hier finden Sie eine Liste mit gut verträglichen histaminfreien Lebensmittel. Unten habe ich Ihnen auch noch einige Tipps für den Umgang mit histaminarmen Lebensmittel zusammengestellt und ein paar Lebensmittel noch detailierter betrachtet.

Histaminarme Lebensmittel – Was darf ich essen?

Beginnen wir gleich mit den wichtigsten Teil dieses Beitrags. Hier sehen Sie eine umfangreiche Liste mit den wichtigsten Lebensmittel, die Sie bei Histaminintoleranz essen können. Wenn Sie wollen können Sie die Liste auch zu Ihren Favoriten auf Ihrem Smartphone hinzufügen oder ausdrucken bzw. fotografieren, damit Sie auch beim Einkaufen histaminarme Lebensmittel erkennen können.

Histaminarme Gemüsesorten

  • Rote Beete
  • Artischocke
  • Fenchel
  • Sellerie
  • Gurke
  • Kürbis
  • Kartoffel
  • Süßkartoffel
  • Salat wie Kopfsalat, Chinakohl, Eisbergsalat, Endiviensalat, Feldslalat (Vogerlsalat), Radicchio, Chicoree (man sollte frischem Salat dem abgepackten vorziehen)
  • Mangold
  • Lauch
  • Blumenkohl, Karfiol
  • Brokkoli
  • Radieschen
  • Spargel
  • Meerrettich, Kren
  • Pastinake
  • Karotte
  • Kresse

Histaminfreie Obstsorten

  • Apfel
  • Aprikosen, Marille
  • Blaubeeren
  • Heidelbeeren
  • Brombeeren
  • Johannisbeeren
  • Ribisel
  • Kaki
  • Kaktusfeige
  • Litschi
  • Mirabelle
  • Maracuja, Passionsfrucht
  • Nektarinen
  • Pfirsiche
  • Preiselbeeren

Welche Getränke sind histaminfrei?

    • Leitungswasser
    • Mineralwasser
    • Heilwasser
    • Früchtetee (aus verträglichen Früchten, möglichst ohne Aroma)
    • Saft aus Sirup (teilweise werden auch unverträgliche Zutaten verwendet)
    • Smoothie mit verträglichen Zutaten
    • frischer Saft (aus verträglichen, nicht überreifen Früchten) wie Möhren, Kirschen, Heidelbeeren, Apfel, rote Beete und andere verträgliche Früchte bzw. Gemüse
    • für Histaminintoleranz zertifizierte Weine

Histaminarme Getreidesorten und Stärkelieferanten

  • Weizen (Weizen ist grundsätzlich ein histaminarmes Lebensmittel, dennoch wird das Getreide von vielen Histaminintoleranz Patienten nur schlecht vertragen, möglicherweise aufgrund von Anti Nährstoffe wie Lektine)
  • Roggen
  • Couscous
  • Quinoa (vor dem Kochen immer mit heißem Wasser abspülen)
  • Dinkel
  • Hirse
  • Kamut
  • Hafer, Haferflocken
  • Mais, Polenta
  • Reis, Vollkornreis
  • Cornflakes (gesüßt, ungesüßt, auf Zutaten achten)
  • Kartoffel, Kartoffelstärke
  • Maniok
  • Süßkartoffel
  • Nudeln

Sind frische Milchprodukte histaminfrei?

Grundsätzlich sind so gut wie alle frischen Milchprodukte histaminarme Lebensmittel. Sehr viele Käsesorten enthalten jedoch aufgrund der Gärung ungewöhnlich hohe Mengen des biogenen Amins. Auch bei unsachgemäß gelagerten Milchprodukte sollte man bei Histaminintoleranz aufpassen.

      • Butter
      • Buttermilch
      • Joghurt
      • Mascarpone
      • Milch (Kuh, Schaf, Ziege), pasteurisiert
      • Obers, Sahne
      • Quark, Topfen
      • Sauerrahm
      • Frischkäse

Frischer Fisch als histaminarmes Lebensmittel

Unten wird spezifisch erklärt in welchen Fällen Fisch histaminarm ist. Beachten Sie bitte auch den Text von unten, wenn Sie einen der in der histaminarme Lebensmittel Liste aufgezählten Fische wählen.

      • Fischstäbchen (werden meistens vertragen, aufpassen wenn Weizen unverträglich sein sollte)
      • Dorsch
      • Alaska Seelachs
      • Kabeljau
      • Petersfisch
      • Dorade
      • Heilbutt
      • Lachs
      • Seehecht

Fleisch

      • Huhn
      • Kalb
      • Lamm
      • Pute, Truthahn
      • Ente
      • Gans
      • Wachtel

Frisches Schweinefleisch und Rindfleisch gilt einerseits als histaminarmes Lebensmittel, andererseits wird es von vielen Patienten mit einer Histaminintoleranz eher schlecht vertragen.

Histaminfreie Süßungsmittel

      • Glucose-Fructose-Sirup
      • High Fructose Corn Syrup
      • Agavensirup
      • Ahornsirup
      • brauner Zucker
      • weißer Zucker
      • Melasse
      • Traubenzucker

Histaminarme Gewürze

      • Salz
      • Anis
      • Kümmel
      • Nelken
      • Kresse
      • Kurkuma
      • Zimt
      • Pfeffer
      • Thymian
      • Rosmarin
      • Dill
      • Oregano
      • Petersilie

Histaminarme Fette

      • Ghee
      • Leinöl
      • Maisöl
      • Olivenöl
      • Kokosöl
      • Palmöl/Palmfett
      • Rapsöl
      • Kürbiskernöl
      • Distelöl

Histaminarme Zusatzstoffe

      • Chlorophyll
      • E 508 Kaliumchlorid
      • E 509 Calciumchlorid
      • E 511 Magnesiumchlorid

Sonstige histaminarme Lebensmittel

      • Eigelb (näheres siehe unten)
      • Natron
      • Weinsteinbackpulver
      • Gelatine
      • Verjus und Ascorbinsäure als Essigersatz

Histaminarme Lebensmittel – Was sollte ich beachten?

Aber auch bei histaminarme Lebensmittel gibt es einiges zu beachten:

  • Achten Sie immer darauf, dass das Lebensmittel frisch ist. Durch lange Lagerung kann sich Histamin bilden. (genaueres sieh unten)
  • Ich empfehle Ihnen auch meine Informationen unten zu histaminarme Lebensmittel durchzulesen. Dort erwähne ich speziell, wie sie keine Angst vor Histaminintoleranz Symptome bei Fleisch, Fisch sowie Wein und Käse haben müssen und wie geeignet Tiefkühlprodukte als histaminarme Lebensmittel sind. Außerdem schreibe ich auch ein wenig über die Rolle von Histaminliberatoren, welche besonders bei HIT gemieden werden sollten!
  • Ein weiterer guter Tipp ist die Verwendung von einem Lebensmittellistenapp am Handy. Ich persönlich finde „Histamin, Fructose & Co“ ziemlich praktisch.
  • Lebensmittel werden unterschiedlich gut vertragen. Manche Patienten mit Histaminintoleranz vertragen Lebensmittel, die als histaminreich gelten, andere Personen müssen auch bei histaminarme Lebensmittel aufpassen! Testen Sie Ihre Verträglichkeit aus!
  • Bei fertigen Lebensmitteln unbedingt auf die Zutaten, besonders auch auf Konservierungsstoffe aufpassen!

Allgemeines zu histaminfreie Lebensmittel

Grundsätzlich kann man Lebensmittel nicht per se als histaminfrei, histaminreich oder histaminarm einstufen. Viele histaminarme Lebensmittel können nämlich bei falscher Lagerung ebenfalls zu einer Histaminbombe werden. In vielen Fällen gilt: Umso länger ein Lebensmittel gelagert wird oder reift, desto höher liegt sein Gehalt an Histamin.

Histamin in Tiefkühlprodukte

histaminarme Lebensmittel

Sie suchen histaminarme Lebensmittel? Wählen Sie doch einfach einen Apfel als schmackhaften Snack

Anders ist das aber zum Beispiel bei Tiefkühlkost. Viele Tiefkühlwaren werden frisch nach der Ernte (Gemüse) oder frisch nach dem Fangen (Fisch) eingefroren. Dadurch sind das nicht nur besonders histaminarme Lebensmittel, auch Nährstoffe bleiben auf diesem Weg besser erhalten. Wichtig ist dennoch, dass die Kühlkette möglichst nicht unterbrochen wird.

Ein Trick den wir uns überlegt haben, wie man doch eigentlich erkennen sollte, ob die Kühlkette nicht zu lange unterbrochen war, ist es einfach die Eiskristalle anzuschauen. Wenn man beim Öffnen des Produkts viele große Eiskristalle sieht, wird vermutlich die Kühlkette nicht in Ordnung gewesen sein. Das erkennt man nach unserer These dadurch, weil das Produkt bei der Unterbrechung leicht aufgetaut ist und sich Wasser um es gesammelt hat, welches beim erneuten Einfrieren zu Eiskristalle gefriert. Tauen Sie Tiefkühlprodukte außerdem keinesfalls auf, sondern verarbeiten Sie sie lieber tiefgekühlt, um die Histaminbelastung möglichst zu minimieren. Fisch sollte möglichst nur genossen werden, wenn gewährleistet ist, dass er fangfrisch ist oder direkt auf hoher See tiefgekühlt wurde.

Histamin in Ei

Oftmals wird geschrieben, man solle bei Eiern nur das Eigelb (=Eidotter) verwenden. Das Eiweiß (=Eiklar) gilt hingegen als Histaminliberator (näheres hierzu siehe unten). Viele Betroffene berichten davon, das ganze Ei zu vertragen, andere vertragen hingegen nur das Eigelb. Dieses grundsätzlich histaminarme Lebensmittel sollte deshalb individuell getestet werden.

Histamin in Fleisch

Bei abgepacktem Fleisch muss darauf geachtet werden, dass das Fleisch nicht dunkel verfärbt ist, denn das würde auf einen höheren Histamingehalt deuten. Das ist oft bei Hackfleisch der Fall, welches nicht mehr so frisch ist. Des Weiteren ist zu beachten, dass sich kein oder nur wenig Fleischsaft in der Verpackung befindet. Oft gilt: Umso mehr Flüssigkeit, desto älter ist das Fleisch. Bei Fleisch und Fisch ist es besonders wichtig, dass auf die Frische geachtet wird. Natürlich können Sie auch Mindesthaltbarkeitsdatum vergleichen um zu schauen, dass das histaminarme Lebensmittel sind.

Histamin in Wein, Käse & Sauerkraut

Die meisten Lebensmittel enthalten zumindest Spuren von Histamin oder anderer biogene Amine. Große Mengen davon entstehen zum Beispiel bei Lagerung (wie oben beschrieben) oder auch Gärung bzw. Reifung. Klassische Beispiele hierfür wären natürlich Wein, Käse und Sauerkraut. All diese Lebensmittel wurden von Bakterien gegärt. Auch geräucherte Lebensmittel gelten als besonders histaminreich.

Grundsätzlich gibt es auch spezielle Weine, die histaminarm hergestellt wurden. Käsesorten, welche nicht lange oder gar nicht gereift worden sind, sind auch als histaminarme Lebensmittel empfehlenswert. Hierzu zählen zum Beispiel Mozzarella, Topfen und Frischkäse.

Histaminliberatoren

Manche Lebensmittel sind auch sogenannte Histaminliberatoren. Sie können in unserem Körper eine Histaminausschüttung verursachen und sollten somit ebenfalls gemieden werden. Als Histaminliberatoren gelten beispielsweise:

  • Eiklar
  • Innereien
  • Meeresfrüchte
  • Alkohol
  • Hefe
  • Chilli
  • Kakao, Schokolade
  • Ananas, Mango Birne, Erdbeeren, Himbeere, Zitrusfrüchte, Kiwi, Wassermelone
  • Champignons, Tomaten
  • Haselnüsse, Walnüsse, Cashewnüsse
  • Buchweizen, Sonnenblumenkerne
  • Zusatzstoffe wie Benzoate, Glutamat, Chinin, Sulfite, …

Deshalb sollte man besser zu histaminarme Lebensmittel greifen. Auch Stress kann in unserem Körper Histamin freisetzen und sollte (nicht nur) als Histaminintoleranz Betroffener vermieden werden.

Weitere histaminarme Lebensmittel

Es gibt wahrscheinlich so viele weitere histaminarme Lebensmittel, die mir noch unbekannt oder nicht eingefallen sind. Wenn Sie persönliche Erfahrungen mit der Histaminintoleranz haben, würde ich mich über Ihre Empfehlungen für histaminarme Lebensmittel freuen, welche ich anschließend auch gerne in die Liste aufnehmen würde.

Die Zusammensetzung der histaminarmen Lebensmittelliste erfolgte mit größter Sorgfalt. Trotzdem wird kein Anspruch auf Vollständigkeit und Korrektheit erhoben. Testen Sie Lebensmittel bitte nur unter Absprache mit einem Arzt.

 

Histaminintoleranz Test: Wie funktioniert die Diagnose?

migräne histaminintoleranz

Wenn Sie unter Symptome wie Migräne leiden kann ein Histaminintoleranz Test sinnvoll sein.

Wollen Sie einen Histaminintoleranz Test machen lassen um herauszufinden, ob auch Sie unter einer Histaminintoleranz leiden? Man nimmt an, dass zwischen 1-3 % der Europäer an dieser Nahrungsmittelunverträglichkeit leiden, doch die Dunkelziffer dürfte weit höher sein. Wie können mögliche Betroffene nun aber feststellen, ob sie an einer Histaminose leiden? Die Histaminintoleranz Symptome sind  schließlich recht unspezifisch und können auch auf viele andere Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien oder Erkrankungen hindeuten. Besser lässt sich eine Histaminintoleranz also mit Diagnoseverfahren wie einen Histaminintoleranz Test erkennen. Wie dieser verläuft und welche Möglichkeiten es bei der Histaminintoleranz Diagnose gibt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

 

1: Eliminationsdiät als eines der sichersten Wege zur Diagnose

Einer der sichersten und einfachsten Wege für einen Histaminintoleranz Test ist eine sogenannte Eliminationsdiät unter Absprache mit einem Arzt. Hierbei verzichten Sie für einen Zeitraum von beispielsweise zwei Wochen auf alle histaminreichen Nahrungsmitteln. Wichtig ist auch, dass Sie auf biogene Amine achten und keine Medikamente einnehmen, die das Enzym Diaminoxidase einschränken.

Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel ein bis zwei Wochen lang eine Kartoffel-Reis-Diät durchzuführen. Diese dient zur Diagnose von Nahrungsmittelallergien oder aber Nahrungsmittelunverträglichkeiten, vor allem der Histaminintoleranz. In diesem Zeitraum sind nur Kartoffeln, Reis und  Wasser erlaubt, auch von Gewürzen sollten Sie sich möglichst fernhalten. Wenn Ihre Beschwerden nach diesem Zeitraum stark nachlassen oder verschwinden, deutet das auf eine Histaminintoleranz hin.

2: Provokationstest-Histaminintoleranz Test mit Folgen

Wenn ihre Symptome bei der Eliminationsdiät nachgelassen haben oder verschwunden sind, können Sie im Rahmen eines Provokationstests wieder histaminreiche Lebensmittel verzehren und schauen ob die Symptome zurückkehren. Wichtig ist es, dass man während dieser Zeit alle Lebensmittel sorgfältig in einem Ernährungs- und Symptomtagebuch protokolliert,
damit Sie und ihr Arzt im Nachhinein erkennen können, ob die Symptome durch die Histaminintoleranz bedingt sind.

Besonders wichtig ist, dass Sie diesen Histaminintoleranz Test nur unter ärztlicher Aufsicht durchführen. Ansonsten könnte es im schlimmsten Fall bei besonders empfindlichen Patienten mit Histaminintoleranz zu einem anaphylaktischen Schock und in weiterer Folge zum Tot kommen.

3: Testmöglichkeiten für zuhause

Für zuhause gibt es sowohl die Möglichkeit über eine Blutuntersuchung den Diaminoxidasewert (nähere Informationen siehe unten, Abschnitt Blutuntersuchung) als auch über einen Stuhltest mithilfe von Histaminspuren auf eine Histaminintoleranz hinzuweisen.

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4: Der Histaminintoleranz Test mittels Ernährungstagebuch

Eine empfehlenswerte Möglichkeit zur Histaminintoleranz Diagnose ist auch ein Ernährungs- beziehungsweise Symptomtagebuch. In der Zeit in der du das Tagebuch schreibst, solltest du dich wie zuvor ernähren und nicht etwa auf spezielle Lebensmittel verzichten. In dein Ernährungstagebuch schreibst du auf wann und was du getrunken oder gegessen hast und wann du welche Symptome spürst. Wichtig ist auch, dass du Medikamente vermerkst.

Ein Ernährungs- und Symptomtagebuch kann deinen Arzt helfen, zu entscheiden ob bei dir ein weiterer Histaminintoleranz Test sinnvoll wäre oder ob eine Histaminintoleranz eher auszuschließen ist.

5: Histaminintoleranz Diagnose durch einer Blutuntersuchung

Auch im Blut von Histaminintoleranz Patienten kann man Werte feststellen, die auf eine Histaminintoleranz hinweisen können. Bei mir persönlich wurde ein solcher Test für Dao (Diaminoxidase)  und Histamin gemacht. So können bei einem Histaminintoleranz Test eine niedrige Aktivität der Diaminoxidase oder aber ein hoher Histaminspiegel auf eine Histaminose hindeuten. Wichtig ist, dass der Arzt diese Werte auch in Verhältnis zueinander beachtet.

Des Weiteren sollten nach Möglichkeit bei einem Histaminintoleranz Test in Form einer  Blutuntersuchung vom Arzt auch häufig vorkommende Probleme mit Mikronährstoffen bei Histaminintoleranz untersucht werden. Hierzu zählen zum Beispiel Kupfer, Zink und Vitamin B6. Aber auch Cortisol, besser bekannt als Stresshormon, kann getestet werden, da Stress als Histaminliberator gilt. Manche Ärzte raten aber von diesem Histaminintoleranz Test ab.

6-Haut-Test

Der Prick Test ist bekannt dafür, dass man mit ihm Allergien erkennen kann, aber auch auf eine Histaminintoleranz kann er Hinweise geben. Bei ihm wird mithilfe einer Lanzette ein verdünntes Allergen in die Haut gebracht. Der Juckreiz sollte bei einem Prick Test für Histaminintoleranz eigentlich ziemlich schnell nachlassen, wenn nicht, kann das ein Hinweis auf eine Histaminose sein.

7-Welchen Histaminintoleranz Test solle ich wählen?

Ich hoffe ich konnte Ihnen jetzt einige Wege zur Histaminintoleranz Diagnose aufzeigen. Jetzt stellt sich natürlich noch abschließend die Frage: Welcher Test ist am besten geeignet? Grundsätzlich gelten Eliminationsdiät gemeinsam mit dem Provokationstest meiner Meinung nach als eine der besten Möglichkeiten für einen Histaminintoleranz Test, da man so relativ sicher eine Histaminose feststellen kann. Wenn Sie bei sich eine Histaminintoleranz vermuten, empfehle ich Ihnen so bald wie möglich einen Arzt aufzusuchen. In der Zwischenzeit haben Sie dann auch die Möglichkeit ein Ernährungstagebuch zu führen, welches Sie dann den Arzt bzw. Ernährungsberater bringen können. Dieses kann nämlich bereits erste Hinweise in Richtung einer Histaminintoleranz geben

Wenn mithilfe von einem Histaminintoleranz Test nicht eindeutig auf eine Histaminintoleranz hingewiesen werden kann, ist es außerdem empfehlenswert andere Ursachen wie andere Nahrungsmittelunverträglichkeiten erstmal auszuschließen bevor weitere Tests gemacht werden.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen zu reinen Informationszwecken und dürfen nicht dazu verwendet werden eigenständige Diagnosen zu erstellen! Für einen Histaminintoleranz Test wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Mit welcher Art von Histaminintoleranz Test haben Sie bereits Erfahrung. Verraten Sie es uns doch in den Kommentaren!

 

 

 

 

 

 

 

Was sind Histaminintoleranz Symptome?

In diesem Beitrag erfahren Sie bekannte Histaminintoleranz Symptome und Folgeerkrankungen.

Wann treten Histaminintoleranz Symptome auf?

Für gewöhnlich treten Histaminintoleranz Symptome dann auf, wenn der Körper von zu viel Histamin überströmt wird. Da es nicht ausreichend abgebaut werden konnte, kommt es an den unterschiedlichsten Stellen des Körpers zu Beschwerden. Dieses Histamin muss aber nicht zwingend aus der Nahrung stammen. Auch aufgrund einer Ausschüttung von Histamin in unserem Körper durch die Mastzellen, kann es zu den typischen Beschwerden kommen. Gefährlich wird es besonders dann, wenn gleichzeitig unser körpereigener Abbaumechanismus für histaminreiche Lebensmittel durch Stoffe wie beispielsweise Alkohol oder auch gewissen Medikamenten blockiert wird und somit über die Nahrung aufgenommenes Histamin nur sehr schwer abgebaut werden kann.

Leiden Sie unter Beschwerden und wollen Sie herausfinden ob diese mit einer Histaminintoleranz zusammenhängen können?  Auch wenn die typischen Histaminintoleranz Symptome ähnlich zu ihren Beschwerden erscheinen mögen, ist es wichtig zu beachten, dass die Symptome der Histaminintoleranz auch relativ unspezifisch sind und es somit vielerlei Ursachen dafür geben kann. Eine Diagnose kann somit nur ein Arzt geben. Besonders ähnlich sind die Histaminintoleranz Symptome denen einer Allergie, bei der ja grundsätzlich auch Botenstoffe wie Histamin ausgeschüttet werden.

Häufig treten die Beschwerden relativ schnell, also etwa zwischen wenigen Minuten bis mehreren Stunden auf. Die Histaminintoleranz Symptome nehmen oft auch sehr unterschiedliche Ausmaße an. Wo manche Menschen mit einer Histaminose vielleicht nur unter sehr schwachen Symptomen leiden so kann es im Ernstfall auch zu einen sehr gefährlichen anaphylaktischen Schock kommen.

migräne

Typischerweise treten bei der Histaminintoleranz Symptome wie Migräne auf

Welche Histaminintoleranz Symptome treten auf…

Besonders bekannt sind Menschen mit einer Histaminintoleranz für Ihre Neigung zu Kopfschmerzen und Migräne. Welche Histaminintoleranz Symptome treten aber sonst noch häufig auf?

Im Verdauungstrakt?

Eine Histaminintoleranz führt nicht zwingend zu Symptome des Verdauungstrakts, dennoch können die Beschwerden viele Bereichen wie auch die Verdauung betreffen. Beispiele für Histaminintoleranz Symptome im Bereich der Verdauung sind: Übelkeit, saures Aufstoßen, Bauchschmerzen, Erbrechen, Diarrhoe und Blähungen.

An Nase, Augen, Lunge?

Eine Histaminose führt oftmals auch zu Symptomen der Atemwege und Schleimhäute wie beispielsweise Asthama, verstopfte Nase, fließender Schnupfen aber auch zu tränenden Augen wie man es von einer Pollenallergie kennt.

im Herz-Kreislaufsystem?

Besonders häufig wird im Zusammenhang mit einer Histaminose auch über Symptome, welche das Herz-Kreislaufsystem betreffen, berichtet. Einer der Gründe dafür mag wohl auch die gefäßerweiternde Eigenschaft des Botenstoffs Histamin sein. Diese kann für Symptome wie Hitzegefühl oder Gesichtsrötungen verantwortlich gemacht werden. Zudem sind auch Herzrythmusstörungen, Schwindel und ein Blutdruckabfall typische Histaminintoleranz Symptome.

auf der Haut?

Auf der Haut von Patienten der Histaminintoleranz können Ausschläge und Hautrötungen sowie Juckreiz auftreten. Oftmals kommt es bei starker Sonne auch schneller als bei gesunden Menschen zu Rötungen und auch Hautunreinheiten sind keine Seltenheit.

in Verbindung mit der Psyche?

Ebenfalls wird häufig über die unterschiedlichsten Symptome im Zusammenhang mit der Psyche berichtet. Grundsätzlich können psychische Belastungen wie Stress dazu führen, dass körpereigenes Histamin aus den Mastzellen ausgeschüttet wird. Andersrum wird aber auch häufig davon berichtet, Histamin würde Symptome wie Stimmungsschwankungen, Unruhe, Schlafprobleme, grundlose depressive Stimmung oder ähnliches begünstigen.

Weitere Sypmtome der Histaminintoleranz

Als weitere Beschwerden und Folgeerkrankungen der Histaminintoleranz können beispielsweise auch Menstruationsbeschwerden, Mikronährstoffmangel (bei einseitiger Ernährung) oder Reisekrankheit genannt werden.

 

Quelle u.a.:

Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Dr. Axel Vogelreuter 1. Auflage, 2015, S. Hirzel Verlag Stuttgart

Was sind Histaminliberatoren?

Auch wenn Sie über Ihre Nahrung so wenig wie möglich Histamin zu sich nehmen, könnten bei Ihnen Histaminintoleranz Symptome auftreten. Warum? Der Schlüssel liegt in Histaminliberatoren.

Histaminliberatoren-Was ist das?

Histaminliberatoren sind Stoffe, die in unserem Körper (in Zellen wie beispielsweise Mastzellen) eine übermäßige Freisetzung von Histamin verursachen. Diese Stoffe können beispielsweise in Lebensmittel vorkommen, auch dann, wenn das Lebensmittel sonst kein Histamin enthalten würde.  Weitere Histaminliberatoren können Medikamente, Zusatzstoffe (z.B. Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel, Farbstoffe) oder sogar Emotionen bzw. Stress und Hitze sein.

Histaminausschüttung durch Stress, Emotionen, Gifte & Co

Egal ob Stress in der Arbeit, in der Familie oder sogar übermäßiger Sport, Stress kann wie ein Histaminliberator in unserem Körper Histamin freisetzen und damit bei Histaminintoleranz-Patienten Symptome verursachen.

brennessel

Brennesselstiche können Histamin ausschütten

Ein weiterer Auslöser für eine Histaminausschüttung können starke Hitze und Kälte sowie UV-Strahlung, Verbrennungen und Sonnenbrand sein.

Außerdem können auch gewisse Emotionen wie starke Angst, Schmerzen oder schlagartige Geschehnisse Histamin in unserem Körper freisetzen.

Das verschiedenste Gifte nicht gesund sind, wissen wir alle, aber sie führen in vielen Fällen auch zu einer Ausschüttung von Histamin. Egal ob ein Insektenstich, bakterielle Gifte, ein Quallenbiss oder das Streifen an der Brennessel, all diese Beispiele sind als Histaminliberator bekannt.

Medikamente als Histaminliberatoren

Viele Menschen nehmen bei Histaminintoleranz Medikamente, in der Hoffnung, die Symptome würden nachlassen. Einige davon gelten auch als Histaminliberatoren. Ist das der Fall, so könnte es sein, dass die Symptome bei einem Histaminintoleranz Patient noch schlimmer werden. Im Allgemeinen sollte man bei einer Histaminintoleranz bei entzündungshemmenden und schmerzhemmenden Medikamenten aufpassen.  Wenn Sie also unter einer Histaminintoleranz leiden, sollten Sie auf alle Fälle Ihren Hausarzt Bescheid geben und unter Absprache mit ihm auch als unverträglich bekannte Medikamente wie Parkemed ®, Voltaren® oder zum Beispiel Aspirin® durch verträglichere Alternativen ersetzen.

Auch Röntgenkontrastmittel verursachen bei einer Histaminintoleranz oftmals Beschwerden. Wenn Sie wissen, dass bei einer Untersuchung Röntgenkontrastmittel gebraucht werden, geben Sie Ihren Arzt darüber Bescheid, dass Sie an einer Histaminintoleranz leiden. In diesem Fall können gewisse Antihistaminika helfen, die Symptome durch Röntgenkontrastmittel bei Histaminintoleranz zu vermeiden bzw. zu reduzieren.

Histaminliberatoren Liste mit Lebensmittel

Hier sehen Sie eine übersichtliche Histaminliberatoren Liste mit den bekanntesten Lebensmittel, welche in unserem Körper Histamin ausschütten können:

  • Cashewnüsse, Walnüsse, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne
  • Buchweizen
  • Eiklar
  • Innereien
  • Meeresfrüchte
  • Hefe
  • Chilli, Senf
  • Lakritze
  • Kakao, Schokolade
  • Tomaten, Champignons
  • Banane, Ananas, Mango, Zitrusfrüchte, Kiwi, Avocado, Wassermelone Birne, Erdbeeren, Himbeere,
  • Zusatzstoffe wie Benzoate, Glutamat, Chinin, Sulfite, Tartrazin…
  • alkoholische Getränke wie Wein, Bier, Likör, Tequila, Champagner, Cognac, Whisky, etc.

Weitere Informationen zu histaminfreie und histaminarme Lebensmittel finden Sie übrigens hier. Die Histaminliberatoren Liste soll eine Information für alle Histaminintoleranz Patienten darstellen, trotzdem ist die Verträglichkeit von histaminreichen Lebensmitteln und Liberatoren von Person zu Person sehr unterschiedlich. Histaminliberatoren aus Lebensmittel sollten am Besten nur dann gemieden werden, wenn Sie sich sicher sind, dass Sie sie nicht vertragen. Einige Betroffenen der Histaminintoleranz passen auch bei Gluten und bei den als Antinährstoff bekannten Lektinen auf.

Was ist Ihre Erfahrung mit Histaminliberatoren? Teilen Sie sie gerne mit uns in den Kommentaren!