sport histaminintoleranz

Schadet Sport bei Histaminintoleranz?

Bei einer Histaminintoleranz ist eine korrekte Ernährung mit histaminarme Lebensmittel wichtig, um die Symptome durch Histamin im Rahmen zu halten! Das ist aber noch lange nicht alles! Auch der richtige Lebensstil ist bei einer Histaminintoleranz von großer Relevanz! Hier zum Beispiel die Vermdeidung von Stress und manchmal sogar von Sport! Kann Sport bei Histaminintoleranz schädlich sein?

Sport ist gesund, oder doch nicht?

Die Hälfte der Menschen im deutschsprachigen Raum treiben zu wenig Sport! Das gilt als möglicher Risikofaktor für chronische Erkrankungen! Selbst bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten vermutet man einen Zusammehang nicht nur mit der Ernährung sondern genauso auch mit Bewegungsmangel!

Dennoch: Sport ist nicht für jeden gesund! Gerade bei Histaminintoleranz wirkt zu viel Sport eher gegenteilig! Symptome werden stärker statt schwächer! Aber warum ist das so?

Sport bei Histaminintoleranz

Sport ist Stress für unseren Körper (wenn auch positiver Stress)!

sport bei histaminintoleranz
Wie gefährlich ist Sport bei Histaminintoleranz?

Und Stress ist ein sogenannter Histaminliberator! Das bedeutet: Stress führt dazu, dass körpereigenes Histamin verstärkt aus den Mastzellen ausgeschüttet wird und es kommt zu den Beschwerden einer Histaminunverträglichkeit!

Das liegt daran, dass Mastzellen durch Muskelrisse, wie Sie bei Sport entstehen können, aktiviert werden und Histamin ausschütten! Es kommt zu einer Gefäßerweiterung und verschiedensten weiteren Reaktionen! Hier spielen auch H1 und H2 Rezeptoren, wie wir Sie auch im Beitrag zu Antihistaminika beschrieben haben, eine zentrale Rolle!  Dieser Vorgang ist bei jedem Menschen so und ganz normal! (1)

Bereits in einer Studie von 1935 sah man bei Tieren, dass die Histaminkonzentration im Blut von der Intensität und Dauer der Bewegung abhängt! Einige Jahre später konnte dieses Ergebnis auch durch Studien an Menschen bestätigt werden! (2) Und tatsächlich haben viele Betroffene mit Sport bei einer Histaminintoleranz schlechte Erfahrung!

Dennoch: Sport ist auch bei Histaminintoleranz wichtig!

Natürlich ist es nicht gut, wenn Sie sich beim Sport wegen ihrer Unverträglichkeit krank fühlen! Andererseits ist Bewegung für das allgemeine Wohlbefinden von großer Wichtigkeit! Er verursacht zwar kurzfristigen Stress, kann aber auch dabei helfen psychischen Stress abzubauen, welcher ja ebenfalls bei einer Histaminunverträglichkeit nicht gut ist! Außerdem ist Sport wie bereits erwähnt wichtig für den gesamten Körper!

Der Schlüssel liegt darin eine Sportart zu finden, die für dich gut funktioniert! Dieser Sport wird bei den meisten Betroffen mit Histaminintoleranz kein Marathon-Laufen oder Sprinten sein! Besser ist eine ruhige Sportart bei der sie sich aber dennoch ausreichen bewegen können! So z.B.:

  • Schwimmen
  • Radfahren
  • Walken
  • Spaziergehen
  • Yoga
  • Pilates
  • evtl. Tanzen, Ballspiele
Sportarten wie Spazieren gehen eignen sich ideal bei Histaminintoleranz!

Besonders Yoga scheint bei einer Histaminintoleranz als Sportart empfehlenswert zu sein. Denn Yoga wirkt beruhigend auf unseren Geist und stärkt gleichzeitig unseren Körper! Mithilfe von YouTube Tutoritals lässt sich Yoga außerdem ganz einfach zuhause durchführen! Allerdings gibt es auch sehr anstrengende Yoga-Arten von denen ich eher abraten würde!

10.000 Schritte sollen wir am Tag machen – so zumindest die WHO! Auch für die Histaminintoleranz ist regelmäßiges Spaziergehen als Sport ideal! Denn Gehen ist in der Regel keine große Anstrengung und liefert dennoch ähnliche Vorteile wie andere Sportarten! Wer besonders motiviert ist, kann sich auch Walkingstöcke zum Spazieren gehen mitnehmen! Sport führt zwar bei Histaminintoleranz häufig zum Problem, mit Walking oder Spaziergehen machen Sie aber so gut wie nie etwas falsch!

Mit diesen Tipps machen Sie trotz Histaminintoleranz Sport!

  • Regelmäßige leichte Bewegung: Wer regelmäßig leichte Bewegung macht, gewöhnt seinen Körper daran und „verträgt“ langfristig mehr Sport!
  • Trainieren Sie nicht mehrere Tage hintereinander: unsere Muskeln brauchen Zeit zur Regeneration!
  • Intensität: Trainieren Sie nur leicht, bei Histaminintoleranz sollten Sie zumindest anfangs nicht an Ihre sportlichen Grenzen gehen!
  • Dauer: Stundenlanges Training ist besonders schlimm! Anfangs reicht es, wenn Sie 5 Minuten trainieren! Sie können sich langsam steigern und schauen, wie viel Sport Sie bei Histaminunverträglichkeit gut „vertragen“!
  • Bevorzugen Sie Kraftsport und Körperübungen gegenüber Ausdauersport
  • Ernähren Sie sich histaminarm: Wenn Sie bei Histaminintoleranz Sport betreiben, wollen Sie nicht noch eine zusätzliche Belastung durch histaminreiche Lebensmittel!
  • Vermeiden Sie auch zusätzliche Histaminliberatoren: wie Stress in der Arbeit, gewisse Medikamente, Hitze und Kälte sowie gewisse Lebensmittel
  • Essen Sie nicht direkt vor dem Sport!
  • Trinken Sie genug: Wasser ist ein natürliches Antihistaminikum
  • natürliche Antihistaminka: wie Vitamin C und vor allem Quercetin
  • Antihistaminikum: Erwägen Sie im Ernstfall die Anwendung eines Antihistaminikum in Betracht! Besprechen Sie das aber zuvor mit Ihrem Arzt!
  • Achten Sie auf ein histaminarmes Post-Workout-Meal: hier finden Sie passend dazu histaminarme Rezepte!

Quercetin bei Histaminintoleranz! Ein natürliches Antihistaminkum

Fazit: Sport bei Histaminose

Sport ist auch bei einer Histaminintoleranz wichtig! Jeder Mensch hat da andere Erfahrungen! Für den einen sind 5-10 Minuten einmal alle 3 Tage schon zu viel, andere haben auch mit täglichen Training keine Probleme! Hier müssen Sie Ihre individuellen Tolerangrenzen finden! Ähnlich wie bei der Ernährung!

Was sind Ihre Erfahrungen mit Sport bei der Histaminintoleranz? Schreiben Sie es doch gerne in die Kommentare!

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