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Welche Probiotika bei Histaminintoleranz?

Eine Histaminintoleranz beginnt in der Regel im Darm. Dort ist die Funktion des histaminabbauenden Enzyms Diaminoxidase gestört und Histamin kann nicht ordnungsgemäß abgebaut werden! Es kommt zu Histaminintoleranz Symptome! Wie wäre es aber, wenn man etwas gegen diese Darmprobleme bei Histaminintoleranz machen könnte! Was ist mit Probiotika bei Histaminintoleranz?

Was können Probiotika bei Histaminintoleranz?

Die Darmflora, also unsere Darmbakterien, haben einen enormen Einfluss auf unsere Gesundheit – von Körper und Geist! Wenn wir unseren Darm aber Fertigprodukte und Fast Food statt naturbelassenen Nahrungsmittel geben, so nehmen schädliche Darmbewohner wie manche Darmbakterien, Pilze wie Candida und manchmal auch Parasiten überhand! Sie produzieren allerlei Schadstoffe, stehlen unsere Nährstoffe und verdrängen obendrein auch noch unsere gesunden Bakterien! Die Gesundheit unseres ganzen Körper steht in Gefahr!  Infektionen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten werden nun viel eher zum Problem!

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Probiotika bei Histaminintoleranz – sinvoll oder unnütz?

So z.B. die Histaminunverträglichkeit und Fructoseunverträglichkeit. Bei der Histaminose ist in der Regel das Enzym Diaminoxidase betroffen! Entweder ist es in zu geringen Mengen vorhanden oder es funktioniert einfach aus einem bisher nicht vollständig geklärten Grund nicht! Hier könnten Probiotika helfen, denn Sie beschützen uns beispielsweise vor dem Leaky Gut Syndrom, welches eine häufige Ursache von Nahrungsmittelunverträglichkeiten darstellt!

Noch besser: Manche Bakterienstämme wirken histaminsenkend! Folglich eignen Sie sich ideal bei einer Histaminunverträglichkeit! Außerdem sah man in Studien, dass Mäuse, die Probiotika und Präbiotika einnahmen eine deutliche Verbesserung bei Nahrungsmittelallergien hatten.

Weitere Funktionen von Probiotika

Unsere Darmflora ist an unserer gesamten Gesundheit beteiligt und ohne Darmbakterien wäre die Verdauung gar nicht mal möglich! Es klingt für Sie wahrscheinlich unglaublich und ungewöhnlich, aber in unserem Darm befinden sich rund 1,5 kg-2kg Bakterien!

Was Bakterien in unserem Darm alles bewirken können!

Hier ein paar Haupt-Funktionen der gesunden Darmflora:

  • schützen vor den Schäden von Antibiotika
  • Helfen bei Pilzinfektionen
  • helfen bei Allergien, Unverträglichkeiten
  • wirken bei Hauterkrankungen
  • helfen bei neurologischen Problemen
  • potenziell wirksam bei manchen psychischen Störungen wie Depression

Probiotika bei Histaminintoleranz!

Welche Bakterien aus Probiotika eignen sich aber am besten für die Histaminintoleranz Darmsanierung? Dazu habe ich ein wenig recherchiert. Das habe ich dabei herausgefunden!

Achtung: histaminbildende Stämme

Das letzte was du bei einer Histaminintoleranz machen willst, sind Probiotika einzunehmen, die histaminbildende Bakterienstämme beinhalten! Einige Menschen wollen sich mit Probiotika bei Histaminintoleranz helfen! Anstatt das die Symptome aber besser werden, werden Sie immer schlimmer! Betroffene nehmen die falschen Bakterienstämme wie etwa: (u.a. 1, 2)

  • Lactobacillus casei (produziert besonders viele biogene Amine wie Histamin und Tyramin)
  • Lactobacillus bulgaricus (Lactobacillus delbrueckii subsp. bulgaricus)
  • Steptococcus thermophilus 
  • Lactobacillus reuteri (gilt als histaminausschüttend, hat aber auch positive Wirkungen auf HIT!)
  • Bacillus Coagulans SL5
  • Lactobacillus helveticus
  • Lactobacillus lactis (verschiedenste Meinungen)
  • Enterococcus faecalis
  • Escherischia coli (verschiedenste Stämme dieses Bakteriums verursachen eine Freisetzung von Histamin und verschiedensten Entzündungsmarker (TNF-Alpha, IL-1, Il-6))

Auch weitere Bakterienstämme wie  Bacillus licheniformis und Bacillus coagulans gelten als histaminbildend! (3) Allerdings finden diese Bakterien für gewöhnlich keinen Einsatz in Probiotika!

Histaminsenkende Bakterienstämme!

Wer Probiotika bei Histaminintoleranz nutzen will, sollte zu Produkte mit diesen Bakterienstämmen greifen (5, 6, 7)

  • Lactobacillus rhamnosus
  • Bifidobacterium infantis
  • Bifidobacterium longum
  • Lactobacillus plantarum

Ungefährliche Bakterienstämme bei Histaminintoleranz

Diese Bakterienstämme sind ungefährlich und haben verschiedenste positive Wirkungen auf die Gesundheit. Sie eignen sich ebenfalls gut für Probiotika bei Histaminintoleranz!

  • Lactobacillus salivarius
  • Bifidobacterium bifidum
  • Lactobacillus gasseri
  • Bifidobacterium breve
  • Bifidobacterium lactis
  • weitere Bifiodbacterium Stämme

Die Forschung über die Auswirkung von Probiotika bei Histaminintoleranz ist noch nicht allzu weit ausgereift. Hier haben Sie aber bereits einige Infos aus Studien über histaminbildende, histaminsenkende und neutral wirkende Bakterienstämme!

Welche Probiotika bei Histaminintoleranz?

Probiotika

Wir wissen nun also: Bakterien wie  Lactobacillus rhamnosus , Lactobacillus plantarum, Bifidobacterium longum  und Bifidobacterium infantis sind in Probiotika-Nahrungsergänzungen bei einer Histaminintoleranz empfehlenswert! Aber wie bekommen wir diese Bakterienstämme? Welche Produkte eignen sich, welche nicht?

Die Suche danach ist gar nicht so leicht, denn viele Probiotika enthalten zwar gewünschte histaminsenkende Stämme, gleichzeitig aber auch Histamin-Produzenten! Hier erfahren Sie unsere Top Favoriten für Probiotika Nahrungsergänzungsmittel bei Histaminintoleranz!

1: Bioflor Hit von Fürstenmed®

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Bioflor HIT ist ein Probiotikum, welches speziell für die Histaminintoleranz entwickelt wurde!

Wer nach Probiotika bei Histaminintoleranz sucht, wird mit dem Bioflor HIT von Fürstenmed ® fündig! Neben verschiedensten eher neutral wirkenden Bakterienstämmen liefert das liefert das Produkt von Fürstenmed die 3 wichtigsten Probitika-Stämme für die Histaminintoleranz:

    • Lactobacillus rhamnosus
    • Bifidobacterium longum
    • Bifidobacterium infantis

In einer Kapsel befindet sich eine vergleichsweise sehr hohen Anzahl von über 15 Mrd. Bakterienstämme pro Kapsel! Des Weiteren liefert das Produkt von Fürstenmed® Inulin, ein sogenanntes Präbiotikum, welches für die Funktion von Probiotika von großer Wichtigkeit ist! (näheres dazu erfahren Sie weiter unten)

Gut bei dem Fürstenmed® Produkt ist, dass auf unnötige Zusatzstoffe wie etwa Magnesiumsterat und Titanoxid verzichtet wird! Viele Zusatzstoffe sind ja gerade bei einer Histaminose „gefährlich“! Von Vorteil ist außerdem für Menschen mit Multi-Intoleranzen, dass das Produkt frei von Gluten und Milchzucker ist!

->Hier erfahren Sie über das Fürstenmed® Probiotikum für die Histaminintoleranz!*

2: Bifidyn Probiotikum von Vitabay®

Bifidyn Probiotikum bei Histaminintoleranz
Bifidyn Probiotikum bei Histaminintoleranz

Das Bifidyn Probiotikum von Vitabay ist recht simpel gehalten. Es enthält nur 2 Bakterienstämme! Dafür aber genau die histaminsenkenden Bakterienstämme:

  • Bifidobacterium longum
  • Bifidobacterium infantis

Im Vergleich zu dem Produkt von Fürstenmed® ist die Dosis mit 3 Millarden Bakterienstämme nur sehr gering! Als Einsteiger Probiotika für die Histaminintoleranz ist das Produkt aber aus meiner Sicht aber ideal!

Wenn Sie nämlich noch keine Erfahrung mit Probiotika haben, so könnte es sinnvoll sein nicht mit einem zu intensivem Probiotikum zu beginnen. So erscheint das Probiotikum von Vitabay® bei einer Histaminunverträglichkeit als ideal!

->Hier finden Sie nähere Informationen zum Bifidyn Probiotikum *

Und hier erfahren Sie weitere Nahrungsergänzungsmittel bei Histaminintoleranz!

Probiotika kaufen bei Histaminintoleranz – Das sollten Sie beachten!

Hier haben wir noch ein paar Tipps für Sie, damit Sie das ideale Probiotikum für Ihre Histaminunverträglichkeit finden!

  • Kaufen Sie nichts, nur weil die Verpackung gut aussieht oder irgendwelche Werbeversprechen gegeben wurden! Achten Sie auf wirklich gute Qualität! Lesen Sie Bewertungen der Produkte, wenn sie online kaufen! Wenn Sie denken, dass Bewertungen für das Probiotikum gefälscht sein könnten, dann nutzen Sie ein Tool wie z.B. reviewmeta.com!
  • Achten Sie genauestens auf die Zutaten und die Verträglichkeit des Probiotikums bei Histaminintoleranz! Die Zutaten können sich im Laufe der Zeit auch schnell ändern, achten Sie also am besten bei jedem Kauf auf die Zutaten!
  • Achten Sie darauf, dass das Produkt nicht von einer unbekannten Firma stammt! Die Probiotika müssen hier zwar nicht zwingend schlechter bei der Histaminintoleranz sein, dennoch hat man mit bekannten Marken in der Regel einfach mehr Sicherheit!
  • Probieren Sie eventuell Mono-Präparate! Es gibt Präparate mit Dutzenden von Stämmen! Hierbei findet man aber so gut wie immer irgendwelche unverträglichen Stämme! Anfangs kann es besser sein, wenn Sie Probiotika mit nur einem Stamm bevorzugen! So sehen sie auch genauer, wie ein spezieller Bakterienstamm auf Sie wirkt!

Wie lange sollte man Probiotika bei Histaminunverträglichkeit anwenden?

Die Dauer der Einnahme ist abhängig von den jeweiligen Beschwerden! Häufig wird eine Anwendung zwischen 1-3 Monaten empfohlen, bei einer Einnahme von Probiotika nach einer Antibotikatherapie werden mindestens 3-4 Wochen empfohlen!

Viele Menschen haben aber mit einer langfristigen Einnahme von Probiotika bei der Behandlung von Verdauungsproblemen z.B. durch Histaminintoleranz bessere Erfahrungen! Testen Sie was für Sie funktioniert und lassen Sie sich von einem Arzt oder Heilpraktiker helfen!

Manche Ärzte halten Probiotika aber für überflüssig! Hier muss man einfach selber wissen, was einem gut tut!

Probiotika nie ohne Präbiotika

Topinambur ist eine gute Quelle für natürliche Präbiotika!

Nun haben wir Ihnen also bereits einige Probiotika für die Histaminintoleranz vorgestellt, die Ihnen dabei helfen können ihren Darm mit gesunden Darmbakterien zu bevölkern.

Aber was nutzen Ihnen gesunde Darmbakterien, wenn diese im Darm nicht ausreichend Nahrung finden und sich daher nicht fortpflanzen können?

Hier kommen Präbiotika ins Spiel! Präbiotika sind Stoffe aus Lebensmittel, die wir nicht verdauuen können! Stattdessen füttern sie unsere gesunden Darmbakterien und helfen Ihnen sich zu vermehren!

Schädliche Bakterien können dann leichter reduziert werden! Solche Präbiotika kann man entweder kaufen oder ganz einfach auch aus Nahrungsmittel zuführen! In dem ersten Probiotika bei Histaminintoleranz von Fürstenmed®, welches wir oben vorgestellt haben befindet sich auch Inulin, ein natürliches Präbiotika!

Das sind einige Top-Nahrungsquellen für histaminarme Präbiotika:

  • Artischocke (frisch und gekocht): stärkt nicht nur die Leber, sondern füttert auch unsere Darmbakterien!
  • Zwiebelreich an Inulin
  • Knoblauch: enthält ebenfalls Inulin
  • Lauch: reich an Inulin
  • Chicorée
  • Pastinaken
  • Topinambur
  • Schwarzwurzel

Übrigens erfährt ihr in unserem Beitrag zu histaminarme Rezepte auch ein Rezept für eine präbiotikareiche Zwiebel-Kartoffel-Lauch-Suppe mit extra Quercetin! Auf histaminfrei.at erfahren Sie außerdem weitere histaminarme Lebensmittel und hier finden Sie histaminreiche Lebensmittel!

Bei Histaminintoleranz Vitamin C? So unterstützen Sie den Histaminabbau!

Fermentierte Lebensmittel bei Histamintoleranz

Fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Kombucha, Miso, Tempeh, Kimchi, Kefir und Rohmilch-Käse sind eines der besten Quellen für natürliche Probiotika, allerdings nicht bei Histaminintoleranz! Denn während des Fermentationsprozess entsteht Histamin! Aber gibt es auch gut verträgliche fermentierte Lebensmittel, die als Probiotika bei einer Histaminunverträglichkeit dienen können?

Ja eventuell Joghurt! Allerdings muss man auch da auf Frische achten! Wenn Sie Joghurt als natürliches Probiotikum bei Histaminintoleranz verwenden möchten, sollten Sie es nicht offen lagern! Von Natur aus befinden sich zwar in der Regel in Joghurts kaum histaminbildenden Bakterienstämme, allerdings kommt es bei Joghurts, die lange geöffnet sind leicht zu einer Verunreinigung mit schädlichen Bakterien!

Achtung Verdauungsprobleme

Die Einnahme von Probiotika gilt als sehr ungefährlich, denn die Darmbakterien aus derartigen Nahrungsergänzungen findet man auch in der natürlichen Darmflora des Menschen! Dennoch kann es in manchen Fällen bei Personen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen zu Nebenwirkungen kommen!

Aufpassen sollten Sie aber vor allem bei Präbiotika wie Fructooligosaccharide und Inulin! Auch wenn diese sehr gute Wirkungen auf den Darm haben können, so sollten Sie nur langsam eingenommen werden, wenn Sie bevor nur selten präbiotische Lebensmittel wie Artischocke, Zwiebel, Knoblauch & Co gegessen haben!

Beginnen Sie mit einer kleinen Menge und steigern Sie diese über Tage bzw. Wochen langsam! Ansonsten drohen Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen! Besonders wenn Sie gleichzeitig unter einer Fruchtzuckerunverträglichkeit leiden!

Fazit: Sind Probiotika bei einer Histaminintoleranz nun sinnvoll?

Probiotika sind nicht nur wirkungsvoll bei Allergien, zur Stärkung des Immunsystems oder  bei Schäden durch Antibiotika! Auch bei einer Histaminintoleranz können Probiotika eine sehr sinnvolle Ergänzung sein!

Man unterscheidet aber histaminbildende und histaminsenkende Bakterienstämme! Natürlich sollten Sie bei einer Histaminunverträglichkeit stets ein Probiotikum mit histaminsenkenden Stämmen wählen!

Damit die Bakterien auch lange im Darm leben können, sollten Sie sie regelmäßig mit sogenannten Präbiotika, wie sie in Zwiebel, Artischocke oder Chicorée zu finden sind füttern!

Quellen:

  1. Deepika Priyadarshani, W. M. and Rakshit, S. K. (2011), Screening selected strains of probiotic lactic acid bacteria for their ability to produce biogenic amines (histamine and tyramine). International Journal of Food Science & Technology, 46: 2062-2069. doi:10.1111/j.1365-2621.2011.02717.x
  2. Thomas CM, Hong T, van Pijkeren JP, Hemarajata P, Trinh DV, et al. (2012) Histamine Derived from Probiotic Lactobacillus reuteriSuppresses TNF via Modulation of PKA and ERK Signaling. PLOS ONE 7(2): e31951.https://doi.org/10.1371/journal.pone.0031951
  3. Moon, J.S., Kim, SY., Cho, KJ. et al. J Microbiol. (2013) 51: 881. https://doi.org/10.1007/s12275-013-3333-0
  4. SigridKrämer, GernotSellge, AxelLorentz, DagmarKrueger, MichaelSchemann, KatharinaFeilhauer, FlorianGunzer, Stephan C.Bischoff The Journal of Immunology July 15, 2008, 181 (2) 1438-1445; DOI:10.4049/jimmunol.181.2.1438
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3042653/
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3285189/
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3316997/

Was ist Ihre Erfahrung mit Probiotika bei der Histaminintoleranz? Haben Sie sie schon mal probiert? Mit Erfolg oder erfolglos? Schreiben Sie’s gerne in die Kommentare!

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