kontrastmittel bei histaminintoleranz

Sind Kontrastmittel bei Histaminintoleranz gefährlich?

Wer ein MRT, ein CT oder eine Mammographie durchführen muss, stoßt wahrscheinlich auf den Begriff Kontrastmittel! Aber was sind Kontrastmittel und was ist die Bedeutung dieser bei Histaminintoleranz? Müssen bei einer Histaminintoleranz Kontrastmittel gemieden werden? Was kann man machen, um trotz Histaminunverträglichkeit Untersuchungen mit Kontrastmittel durchzuführen zu können, ohne unter den spezifischen Symptomen zu leiden?

Was sind Kontastmittel?

Bei einer Röntgenuntersuchung ist es nicht immer leicht verschiedenste Organe und Gewebe voneinander zu unterscheiden!

kontrastmittel bei histaminintoleranz
Kontrastmittel bei Histaminunverträglichkeit – Wie gefährlich sind Sie wirklich?

Dabei helfen Kontrastmittel! Sie geben dem Röntgen „mehr Kontrast“ (deshalb der Name)! Unterschiedliche Gewebe bzw. Organe lassen sich damit besser voneinander abgrenzen!

Verabreicht werden Röntgenkontrastmittel primär durch Injektionen oder auch oral in Form einer Tablette!

Kontrastmittel werden sowohl für Röntgen, als auch MRT, Mammographie und CT gerne genutzt! Speziell beim MRT sind Kontrastmittel häufig notwendig um ausreichend Informationen über den untersuchten Körperbereich zu bekommen!

Während manche Ärzte die Untersuchung zuerst ohne Kontrastmittel versuchen, so verwenden andere Ärzte Kontrastmittel bei nahezu jedem Patienten!

Aber: Was ist das Problem mit Kontrastmittel bei Histaminintoleranz? Darf man bei Histaminunverträglichkeit aufgrund von Kontrastmittel kein MRT, CT oder Röntgen machen? Was sollte man beachten um nicht „unnötig“ unter Histaminintoleranz Symptome aufgrund von einer Untersuchung zu leiden?

Kontrastmittel bei Histaminintoleranz – So gefährlich sind Sie!

Kontrastmittel übernehmen sehr wichtige Funktionen bei Röntgenuntersuchungen, MRT & Co!

Dennoch: es gibt auch Nebenwirkungen! Speziell bei einer Histaminintoleranz können Kontrastmittel zu einem Problem werden!

Kontrastmittel können bei Histaminintoleranz zu Symptome führen – egal ob für Röntgen, MRT oder CT!

Denn durch die Gabe von so gut wie jedem üblichen Kontrastmittel kann der Histaminspiegel in unserem Körper sehr stark ansteigen! Während das bei gesunden Menschen in der Regel unproblematisch ist, so kann der Anstieg des Histaminspiegel bei Menschen mit einer Histaminunverträglichkeit ernste Folgen haben.

Bei Betroffenen kommt es zu Histaminintoleranz Beschwerden wie hier gelistet! Bei einer stark ausgeprägten Histaminintoleranz kann es sogar bis zu einem anaphylaktischen Schock kommen!

Menschen mit einer Histaminintoleranz leiden nicht zwingend unter einer Kontrastmittelunverträglichkeit, viel eher liegt die Ursache der Symptome in einem übermäßigen Histaminspiegel, welcher durch eine Aktivierung der Mastzellen entsteht! Körpereigenes Histamin wird dabei ausgeschüttet! (vergleichbar mit Histaminliberatoren)

In vitro Untersuchungen legen nahe, dass besonders ionische Kontrastmittel ( wie Peritrast, Gastrolux, Gastrografin)  die Mastzellen stark aktivieren und Histamin ausschütten können, während nichtionische Kontrastmittel (Isovist, Ultravist, Xenetix) die Mastzellen deutlich schwächer aktivieren! (1, 2)

Nichtionische Kontrastmittel haben außerdem in der Regel weniger Nebenwirkungen und sind besser verträglich, allerdings auch teurer!

MRT bei Histaminintoleranz – Was jetzt?

Nun wissen Sie also: Kontrastmittel sind bei Histaminintoleranz alles andere als ungefährlich! Aber was können Sie machen, wenn bei Ihnen eine MRT-Untersuchung oder ein Röntgen geplant ist?

Wenn Ihnen ein MRT oder Röntgen bevorsteht sollten Sie unbedingt Ihren Arzt über die Histaminunverträglichkeit informieren! Er wird Ihnen ein geeignetes Antihistaminikum geben!

In erster Linie ist es wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, dass Sie über eine Histaminunverträglichkeit leiden und Kontrastmittel wahrscheinlich nicht gut vertragen!

Nun kann es sein, dass bei Ihrer Untersuchung ganz einfach keine Kontrastmittel angewendet werden müssen!

Sind Kontrastmittel bei der Untersuchung aber notwendig, so wird ein Arzt Ihnen in der Regel zuvor Antihistaminika speziell H1 oder H2 Blocker verabreichen! Diese blockieren die Histaminrezeptoren in unserem Körper und kein neues Histamin kann mehr an diesen Rezeptoren andocken und zu Beschwerden führen!

Die Symptome können damit verhindert werden! Häufig werden die Antihistaminika auch noch für die darauf folgenden Tage angewendet, denn das Kontrastmittel  verbleibt für längere Zeit im Körper!

So wie die Einnahme eines Antihistaminikums von großer Wichtigkeit sein kann, so sollte auch zumindest 24 Stunden vor der Untersuchung eine strikte histaminfreie Ernährung durchgeführt werden! Hier finden Sie dazu histaminarme Lebensmittel und histaminreiche Lebensmittel!

Übrigens versuchen manche Personen Ihr Glück mit Diaminoxidase-Kapseln! Diese wirken aber bereits in unserem Darm und haben keinen Einfluss auf das Histamin im Blut

Was ist Ihre Erfahrung mit Kontrastmittel bei Histaminintoleranz? Hatten Sie bereits ein Röntgen oder ein MRT bei Histaminintoleranz? Dann lassen Sie doch gerne dazu ein Kommentar da! Ansonsten lesen Sie hier auch über Bücher bei Histaminintoleranz oder histaminfreie Rezepte!

Welche Probiotika bei Histaminintoleranz?

Referenzen:

  1. Kun T, Jakubowski L. Influence of MRI  media on histamine release from mast cells. Pol J Radiol. 2012;77(3):19–24.
  2. Seite „Kontrastmittel“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 27. Juni 2019, 14:17 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kontrastmittel&oldid=189915096(Abgerufen: 21. Juli 2019, 17:46 UTC)

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