Was sind die Ursachen der Histaminintoleranz?

Die Histaminintoleranz Ursache liegt nach heutigen Kenntnissen an einem Mangel an histaminabbauenden Enzymen oder an einen Überschuss von Histamin.

Abbau von Histamin

In unseren Dünndarm befindet sich das histaminabbauende Enzym Diaminoxidase (kurz Dao), welches dafür sorgt, dass Histamin zum Großteil abgebaut wird. Sollte dennoch Histamin in unser Blut gelangen, wenn es zum Beispiel von Bakterien unseres Körpers produziert wird, wird es in der Leber von einem weiteren Enzym, der N-Methyl-Transferase abgebaut.

Denkbar ist es, dass die Diaminoxidase bei Menschen mit Histaminintoleranz nur unzureichend oder in einer nicht aktiven Form vorhanden ist. Das würde dann auch die Abbaufunktion des zweiten Enzyms, der N-Methyl-Transferase beschränken.

Histaminintoleranz Ursache-Was schränkt Dao ein?

Die Ursachen des Diaminoxidasemangels dürften nur sehr selten angeboren sein. Diaminoxidase braucht für eine gute Enzymfuntkion auch Vitamin B6 und Vitamin C. Womöglich kann ein Mangel dieser Vitamine die Funktion dieses histaminabbauenden Enzyms einschränken.

brokkoli vitamin c histaminarm

Vitamin C, wie es in den histaminarmen Brokkoli enthalten ist, spielt vermutlich für unsere Diaminoxidase eine große Rolle. Ein Diaminoxidasemangel gilt als Histaminintoleranz Ursache.

Desweiteren kann ein Entzündung der Darmschleimhaut ein Defizit der Diaminoxidase für kurze Zeit zur Folge haben. Auch speziell durch Allergien wird in unserem Körper Histamin freigesetzt, welches dann zu den spezifischen allergischen Symptomen führt. Gemeinsam mit einer histaminreichen Ernährung kann dies zum Beispiel die Abbaufähigkeit der Diaminoxidase überschreiten.

Zudem können diaminoxidasehemmende Substanzen wie etwa Alkohol, viele Medikamente sowie gewisse Nahrungsmittel mitverantwortlich für eine verminderte Aktivität der Diaminoxidase gemacht werden.

Stress als Ursache für Histaminintoleranz

Wir alle wissen, dass Stress über längere Zeiträume gesundheitsschädlich ist und unterschiedlichste Erkrankungen zufolge haben kann. Typische mögliche Beispiele hierfür wären zum Beispiel: Herz- und Kreislauferkrankungen, Verdauungsbeschwerden, Migräne und Schlafstörungen. Trotzdem sind ein großer Teil der Europäer im Beruf und auch privat oft starken Stress ausgesetzt. Welchen Einfluss hat aber Stress auf unseren Histaminspiegel?

Histamin gilt als eine Art Stresshormon, soll heißen, dass Histamin speziell dann von den Mastzellen ausgeschüttet wird, wenn man unter Stress steht. Damit ist aber nicht nur zwingend psychischer Stress gemeint. Ebenso  körperliche Arbeit, Training, starke Hitze oder auch Schmerzen führen zu einer Histaminausschüttung, die unsere histaminabbauenden Enzyme denkbar überfordern könnte.

 

Quellen: u.a. Histamin-Intoleranz Histamin und Seekrankheit von Reinhart Jarisch S. 5 f.